weltmeisterschaften xc+ xce saalfelden aut

Das Abenteuer begann am Dienstag nach dem Rennen in Albstadt. Mit dem Gips an der rechten hand machte ich mich gemeinsam mit den anderen Fahrern des nationalteams auf um die Strecke zu besichtigen. Nachdem ich letztes jahr bereits beim Testevent dabei war, wusste ich wie die Strecke aussah. Dennoch wurden einige kleine Veränderungen vorgenommen.
Auch in den nächsten Tagen wurde die Strecke mehrmals unter die Lupe genommen. Am Samstag um 9 Uhr war es dann so weit. Der große Tag auf den die besten der Welt hintrainiert haben, war gekommen. Mit Startplatz 85 ging es dann los. Ich konnte bereits auf den ersten Metern reihenweise Fahrer einholen, bis dann vor mir ein Massensturtz die Meute zum Anhalten zwang. Zum Glück mist mir selbst nichts passiert und ich konnte meine Fahrt nach kurzem Stillstand fortsetzen. Am höchsten Punkt der Startrunde spürte ich aber schon, dass meine Beine der erneuten Beschleunigung nicht ganz folgen konnten. So beendete ich die Startrunde auf dem 69. Platz. Im Laufe der ersten Runde dann konnte ich Platz um Platz gut machen. Bergauf, sowie bergab konnte ich Fahrer für Fahrer einholen.
Leider passierte mir dann in der zweiten Runde am obersten Punkt der Strecke ein Vorderraddefekt. Zuerst dachte ich, dass ich einen Platten hatte, aber wie sich später herausstellte, verbog sich meine Felge und erlitt einen Knick an der Flanke. Mit höchster Konzentration versuchte ich so schnell wie möglich zur Technickzone zu gelangen, wo der Mechaniker schon mit dem laufrad wartete. Nach einer Minute war ich dann wieder im Rennen.
Ich fuhr noch eine weitere Runde ehe ich auf Grund des hohen Tempos von Weltmeister Anton Cooper durch die 80% Regel aus dem Rennen genommen wurde. Mehr als Platz 74. war nicht drin. Ich bin nicht froh über das Ergebniss, aber vor heimischem Publikum zu fahren hatte schon was. So viele Zuschauer hatte ich bei einem Juniorenrennen noch nie erlebt.

Nachdem ich den Cross Country mehr oder weniger in den Sand gesetzt hatte entschied ich mich kurzer Hand dann doch noch am Eliminator XCE teilzunehmen. Als einer der letzten Fahrer im 133 Mann Teilnehmerfeld stürtzte ich mich auf die zwei waghalsigen Runden. Mit Platz 85 schaffte ich wie erwartet die Quali nicht. Trotzdem bin ich zufrieden, weil ich mit unter 10sec Rückstand meinen ersten XCE für mich erfolgreich abgeschlossen hatte. Auch hier hatte man das Gefühl die heimischen Fans würden einen um die Runden fliegen lassen. Ein gewaltiges Gefühl.


Was in der Saison 2012 noch kommt? Keine Ahnung! Zuerst möchte ich meinen gebrochenen Finger auskurieren und noch ein wenig weiter trainieren. Was später kommt steht noch in den Sternen.


Zum Abschied möchte ich mich hiermit bei allen Freunden, Sponsoren, Gönnern und vor allem bei Familie, Gerhard (Trainer), Trainigspartner (Gregor), dem Nationaltea und nicht zu letzt auch bei der Firma Haibike für das erfolgreiche jahr 2012 bedanken.

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