wc finale hafjel, norwegen

Früh am morgen ging es mit dem Flieger von Innsbruck nach Oslo. Bereits am frühen Nachmittag traf ich gemeinsam mit dem Ötztal Scott Racing Team, die mich freundlicherweise für dieses Abenteuer bei ihnen aufgenommen haben, in Hafjel ein. Nach dem Auspacken, nahmen wir unsere Rennmaschinen um den Kurs unter die Stollen zu nehmen.
Im Hintergrund die Piste auf der sich das Rennen abspielte
Da sich das Renngelände mehr oder weniger auf einer Skipiste befand, war der vorwiegende Untergrund Gras. Die Strecke war sehr üppig und Sprünge sollten uns Fahrern das Leben schwer machen. Der Kurs bot kaum Möglichkeiten zu erholen und war daher nicht zu unterschätzen.
Am Donnerstag stand ich dann zum ersten Mal am Start eines Eliminator Weltcups. Die Strecke war zum Großteil auf dem XCO Kurs und auch hier waren wieder große Sprünge zu bewältigen. Um ehrlich zu sein, hatte ich großen Respekt vor dem Kurs und war mir bis zum Schluss nicht sicher, ob ich wirklich starten sollte.
Das berühmte Tier des Nordens :)
Ich entschied mich dann doch für den Start und legte eine gute, nicht perfekte, aber gute Runde hin. Dennoch war ich im Ziel fix und fertig. Am Ende reichte es mit dem 34 Rang in der Quali (32 kommen weiter) knapp nicht für die Heats.
Den folgenden Tag nützte ich um noch ein letztes Mal den Kurs unter die Stollen zu nehmen und später um mich zu erholen. Ich bereitete mich auf den Tag vor, für den ich das letzte Monat sehr hart trainiert hatte und freute mich auf das Rennen.
Jedem seine Meinung...
In der Aufwärmphase hatte ich aber kein gutes Gefühl in den Beinen. Auch mein Puls war für die Anstrengung viel zu hoch und ich ahnte schon, dass es ein harter Tag werden würde. Am Start fand ich mich am hinteren Ende des Feldes wieder. Ich kam meiner Ansicht gut weg und dachte ich würde Platz um Platz gut machen. Ich war bereits nach 10 Minuten außer Atem, war am Ende und konnte nicht mehr weiterfahren. Mein Puls explodierte nahezu und ich war kurz vorm Umkippen.
Ich habe keine Ahnung was los war, werde aber versuchen in den nächsten Tagen dahinter zukommen. Meine Motivation ist jetzt am Tiefpunkt und das Ende der Saison ist mit diesem Rennen gewiss. Auch wenn ich in diesem Jahr nicht ganz meine Erwartungen erfüllt habe, so konnte ich doch einiges an Erfahrung sammeln. Ich danke allen die hinter mir gestanden haben, meiner Familie, Freunden, Trainer und vor allem den Sponsoren!!!
Heimwärts legte ich 2100km mit dem Auto zurück. Hier eine der dänischen Brücken. 
Am 1. Oktober werde ich als Heeresleistungssportler in Graz meinen Grundwehrdienst antreten und bald darauf hoffentlich mit neuer Motivation das Training für die Saison 2014 beginnen.





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