c1 salcano cup- izmir türkei

Nachdem die Lufthansa am Freitag gestreikt hatte und wir erst am Vortag diese Information durch Zufall erhalten hatten, war es ein ziemlicher Stress. Wir mussten um 19Uhr am Vorabend noch einen komplett neuen Flug finden und buchen! 
Nach langem hin und her, ob wir überhaupt noch fliegen sollten entschieden mein Teamkollege Gregor und ich uns schlussendlich doch die Reise anzutreten! 

Meine persönliche Werkstatt im Hotelzimmer ;)
Nach einem anstrengenden Reisetag kamen wir schließlich spät in der Nacht in unserem Hotel in Cesme, ca. 50min Autofahrt von Izmir entfernt, an. Am nächsten Tag, nach langem Schlaf und tollem Frühstück im Hotel machten wir uns auf den Weg zur Strecke! Was wir vorfanden war ein knapp unter 7km langer Kurs mit beinahe 250hm! Sowohl die Anstiege, als auch die Abfahrten erwiesen sich als schwierig! Besonders die Abfahrten hatten es wirklich in sich. So etwas hatten wir bisher in keinem Weltcup Kurs gefunden! 

Nach 5min im Zimmer..
Wir gingen bei der Materialwahl auf Nummer sicher, da wir eine weite Anreise zurücklegten und nicht ohne Resultat wieder heimkehren wollten! Daher setzten wir auf die SnakeSkin (verstärkte, pannensichere)Version unserer Schwalbe Reifen. 

Am Tag darauf startete das Rennen mit 70 gemeldeten Teilnehmern in der Elite Herren Klasse, darunter 15 Nationen. 50% der Teilnehmer kamen aus dem Ausland und hatten die selbe Absicht wie wir- UCI Punkte mit nach Hause nehmen.
Gregor konnte den 2ten Rang erzielen!!! 
Zurück zum Rennen! Der Start war auf einer breiten Asphalt Straße- 700m Startrunde- sehr schnell. Wir sprinteten den Hügel hinauf zu einem Kreisverkehr und drehten dort um, beim hinunterfahren konnte ich mich auf Rang 7 einordnen, ein paar Fahrer jedoch nahmen eine kleine Abkürzung und fuhren beim 2ten Kreisverkehr auf der linken Straßenseite und schnitten uns kurz vor der Einfahrt in den ersten Trail den Weg ab. So wurde ich auf Position 35 zurückgeworfen und musste am ersten Berg Gas geben! 

Die 2 hinter mir machten mir die letzte Runde noch einmal richtig hart
Nach der ersten Runde kam ich aus 11ter heraus und ging mit einem guten Gefühl in die 2te von 5 langen Runden! Ich musste aber einiges an Tempo einbüßen, da ich ein mieses Gefühl im Bauch bekam und daher nicht mehr wirklich schnell fahren konnte. Ich wollte aber keineswegs aufgeben: "Vielleicht legt es sich nach einer etwas langsameren Runde wieder", dachte ich und so war es dann auch! Auf Rang 28 nahm ich das Rennen dann wieder auf und hatte richtig Druck am Pedal! Am Ende ging es sich aber nicht mehr aus in die Punkteränge zufahren... Mit Rang 19. bin ich dann etwas enttäuscht gewesen. Ich weiß aber, dass ohne diese 2te Runde viel drinnen gewesen wäre und ich besonders am Berg an Geschwindigkeit zulegen konnte. 

Nächstes Rennen ist der Heimauftakt in Österreich mit dem Frühjahrsklassiker in Langenlois! 

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