SHC Cimtb Araxà

Nach 1 Woche sehr gutem, aber hartem Training bei sehr warmen Temperaturen (bis zu 38 Grad) war ich sehr motiviert für mein erstes Rennen. Noch nie bin ich auf dem südamerikanischen Kontinent im Wettkampf gefahren. Das SHC Cimtb in Araxa fand ca. 2 Autostunden nördlich von Ribeirao Preto, SP (dem Heimatort der Familie Sessler), in der Provinz Minas Gerais statt.


Das "kleine Häuschen" im Bild rechts war unsere
Unterkunft- das große
Hauptgebäude ist nicht zu sehen- mitten im Jungle!

Die erste Nummer der Saison ist montiert! 
















Am Mittwochvormittag machten wir uns auf den Weg in das kleine idyllische Städtchen. Nach unserer Ankunft war ich gespannt auf die Strecke! Nicolas hat mir schon viel erzählt, aber ich musste mir selbst ein Bild davon machen um wirklich überzeugt zu sein! Die Strecke war mit 5,4km eher länger, aber das ständige auf und ab und die tollen Downhills, machten wirklich Spaß und ich freute mich schon auf den ersten Renntag, den Time Trail (TT)


Die Welt ist so klein! Habe meine amerikanischen Freunde
Mary und Mike getroffen! Sie führen einen sehr
 tollen Blog: http://maryandmikeride.blogspot.com.br/ 


Stage 1 TT: Beim Aufwärmen fing es 30min vor dem Start heftig an zu regnen. Dicke Regentropfen prasselten auf meinen Helm und ich hatte etwas Respekt vor der Strecke, da der lehmige Boden gestern bei trockenen Bedingungen schon sehr rutschig war. Im Rennen selbst vermisste ich den nötigen Druck am Pedal, den kleinen ‚Extra Gang‘. Ich hatte eine gute Zeit und beendete den ersten Tag auf Rang 39.


Die Supportcrew machte einen tollen Job! 3 Tage lang hatte
 ich eine super Betreuung!!!
Großen Dank an Marcelo und Andrea!!
Was für ein Regen auf Stage 1 dem TT. Es dauerte
Stunden um meine Kleidung wierder sauber
 zu bekommen! Der rote Dreck war sehr hartnäckig!

Alles wieder sauber und bereit für den nächsten Tag!







































Stage 2 Short Track (XCST): Zum ersten Mal überhaupt nahm ich an einem XCST teil. Ich wusste nicht ganz, was mich erwartet, war aber auf Grund meiner Fähigkeiten im XCE Eliminator davon überzeugt es ins Finale zu schaffen. Gefahren wurde in 3 „Batterias“ (Heats) zu je 30 Fahrern, davon kommen jew. 10 ins Finale. Gefahren wurde, wie der Name schon sagt auf einer verkürzten Cross Country Strecke. Mit einem guten Start konnte ich mich gleich vorne einreihen. Ich war sehr nervös und wollte das Tempo mit den Schnellsten mitgehen. Leider musste ich dann bereits in der 2ten von 5 Runden Tempo rausnehmen, meine Beine waren förmlich explodiert! Ich kam als 16ter meines Heats ins Ziel. (zur Erklärung: alle die es nicht ins Finale geschafft hatten, bekamen die Zeit des Letztplatzierten im Finale plus 3min- also insgesamt mehr 7min aufgebrummt).


Mein brasilianischer Freund Nicolas hatte ein
 tolles Wochenende!
Obwohl er auf die Straße gewechselt hat konnte er das
Cross Country auf Rang 14 und das SHC
auf Rang 23 im Gesamtklassement beenden!
Im Renngelände fand ich einen Avocadobaum!
Die Avocado im Bild wiegt 1kg
und ist 3mal so groß wie jene, die bei uns
 im Supermarkt zu finden sind!












Die Streckenführung führte zum Teil durch
sehr zugewachsenen Jungle!


Stage 3 Cross Country (XCO): Ich hatte mich von den Vortagen gut erholt, das Wetter schien zu halten. Mit Temperaturen von mehr als 35 Grad war es aber eher auf der wärmeren Seite :D Ich hatte aus meinem Scheitern von gestern gelernt und ging es etwas lockerer an. Nach einem schwierigen Start, bei dem vor mir ein Sturz passierte, versuchte ich erstmal mein Tempo zufahren um nicht sofort zu „überhitzen“. Ab etwa der Hälfte von Runde 2 fand ich dann ins Rennen und konnte ein sehr gutes Tempo fahren. Die technische Strecke machte richtig Spaß und die Zuschauer Kulisse war atemberaubend! So viele begeisterte Leute sucht man bei so manchem Weltcup vergeblich! Auch wenn das Endergebnis mit Rang 41 in der Elite und Rang 10 in der U23 nicht ganz das war, was ich mir erhofft hatte, nehme ich ein gutes Gefühl aus dem XCO mit. In der Gesamtwertung reichte es mit Rang 42 leider nicht für die Punkteränge.



Der Start von "Batteria" Nummer 3- meinem Heat- kannst du mich finden?

Nicht ganz zufrieden, aber froh heil im Ziel zu sein!
Bei diesen Temperaturen kam auch mein
 Garmin ins Schwitzen!




Mein erstes Rennen in meinem Owayo Trikot ist beendet!
Ich freue mich schon auf den Rest der Saison!










Jetzt stehen noch 3 gute Trainingstage auf dem Programm und dann geht es wieder nach Hause zu etwas kühleren Temperaturen! 

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