C1 Graz Stattegg und C1 Kamnik (SLO)

Im Moment läuft vieles einfach nicht richtig. Im Training kann ich super Werte auf meinen Radcomputer produzieren, aber im Rennen will es einfach nicht sein. Mit großer Motivation und Zuversicht ging ich in Graz an den Start! Das Gefühl aus dem Training und die Zahlen waren sehr gut und ich hatte das Gefühl schön langsam in Form zu kommen. Nach einem guten Start versuchte ich nicht zu überdrehen und fuhr ein gutes Tempo. Die ersten beiden Runden konnte ich mich so im vorderen Drittel halten und hatte noch Reserven übrig. In der ersten Abfahrt sah ich dann verschwommen und konnte kaum die Linie halten. Ich dachte zuerst, dass sich eine meiner Kontaktlinsen verschoben hatte, aber im Anstieg wurde mir dann übel und ich bekam Probleme am Rad zu bleiben. Ich bin dann in der Feedzone komplett außer Atem stehen geblieben. Nach 3min hatte ich mich wieder gefangen und wollte es einfach nicht wahrhaben und das ganze Training umsonst sein lassen und stieg auf um das Rennen fortzusetzten. Nach einer weiteren halben Runde erkannte ich aber, dass es an diesem Tag einfach keinen Sinn machte weiterzukämpfen...

Rennen aufzugeben ist wirklich nicht in meinem Sinne, wenn ich an den Start gehe, dann möchte ich auch über die Ziellinie fahren, das bin ich nicht nur mir schuldig, sondern auch den anderen Fahrern und vor allem den Betreuern und so schmerzt es umso mehr.

Danke an Andreas Fuchs und Bernd Tauderer vom LRV Steiermark für die Betreuung!
Da ich das Rennen in Kamnik am folgenden Wochenende ebenfalls auf dem Schirm hatte, blieb ich die Woche in Graz. Am Montag nahm ich mir Zeit um einen kurzen Stopp im LKH Graz zu machen um Abzuklären, ob mit meinem Körper alles ok ist. Mein Hämatokrit ist im Moment sehr niedrig. So ist es schwierig Höchstleistungen zu vollbringen.

Super matschige Bedingungen und viele Laufpassagen machten den Kurs zu einer echten Herausforderung! 
Ich habe die Situation langsam angenommen und die Erwartungshaltung zurückgeschraubt um die Zeit auf dem Bike trotzdem zu genießen. Nach einer Woche in Graz bei meinen Kumpels Max Foidl und Daniel Schemmel ging es am Freitag auf nach Slowenien, nach Kamnik nahe Lubljana. Bei der Streckenbesichtigung hatten wir noch knapp 10cm Schnee auf der Strecke, was für den nächsten Tag eine Schlammschlacht versprach. Zum 2ten Mal startete ich in der idyllischen Stadt beim internationalen C1 Rennen.
Der Start war gut und ich konnte die ersten Runden gut mithalten, ehe ich mich dazu entschloss das Tempo ein wenig zu drosseln um nicht zu überziehen. Ich konnte dann für meine momentane Erwartungshaltung solide Rundenzeiten produzieren und als 23er das Ziel erreichen.




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