la mesa bike- rivoli veronese

Um so richtig auf Touren zu kommen dauert es bei mir immer eine Weile. Über die Jahre (auch wenn das mit 22 etwas komisch klingt) habe ich  doch einiges an Erfahrung gesammelt und kenne mich und meinen Körper besser. Auch wenn das Training noch nicht wirklich auf Wettkampfintensität war, habe ich mich entschieden an diesem vermeintlich "kleinen" Rennen in Italien teilzunehmen. Denn schließlich ist ein Rennen das beste Training!- sagt man zumindest.
Kannst du mich weiter vorne starten lassen?- NEIN!



Rivoli Veronese ist ein kleines Städtchen bei Affi nahe des Gardasees. 3h Autofahrzeit von daheim, daher machte ich es wie in den Nachwuchs Jahren und reiste am Renntag an. Ich wusste nicht was mich erwartet, mein bescheidenes Italienisch half mir bei der Suche auf der Homepage des Veranstalters nicht wirklich weiter. 


yup das da hinten bin ich! 
Als ich bei der Registrierung die Nummer 46 in die Hand gedrückt bekam, dachte ich es wäre ein international hochkarätiges Rennen, aber von einer UCI Weltrangliste hatte man vermutlich nicht viel gehört und so sollte ich als 46er von 47 gemeldeten Teilnehmern aufgerufen werden. Insgesamt waren über 800!!! Starter gemeldet! 



Die erste Rennhälfte musste ich richtig leiden! 
Die Strecke war sowohl technisch als auch physisch sehr fordernd und eine echte Cross Country Strecke, wie man sie in Österreich nur schwer findet! Um 12 Uhr startete dann meine Cross Country Saison offiziell! Ich hatte die Tage zuvor und auch beim WarmUp nicht die besten Beine, sie fühlten sich so lasch an- ich wusste also, dass mich ein hartes Rennen erwartet. 


Teilweise war es richtig steil, aber das ständige auf und ab mit den tollen Abfahrten machte richtig Spaß!!!

Es ging schnell los, ich konnte mich aber rasch nach vorne arbeiten und als 4ter in den ersten Trail fahren. Ich konnte die erste Runde in der Spitzengruppe fahren, in Runde 2 allerdings hatte ich bereits Mühe das Tempo zu halten. In den Abfahrten konnte ich immer wieder ein bisschen Boden gut machen und in der Flachpassage vor dem Start/Ziel Bereich konnte ich wieder aufschließen und das Spiel begann von neuem. In Runde 3 fiel ich dann weit zurück es dauerte bis ich meinen Motor richtig warm gefahren hatte! Wahrscheinlich steckt schon ein kleiner Marathon Fahrer in mir, es dauerte bis zur Rennhälfte bis ich dann meinen Rythmus gefunden hatte und ehe ich mich versah läutete bereits die Glocke für die letzte Runde. 


Mein neues Trikot im Renneinsatz! 

Am Ende stand dann ein 9ter Rang zu Buche. Ich bin damit sehr zufrieden, vor allem das Gefühl aus den letzten 3 Runden nehme ich mit und viel Rennhärte für die nächsten Rennen. Die Lunge brannte zum ersten Mal so richtig und der Blutgeschmack im Mund ist immerwieder ein Wachrütteln- HALLO die Saison ist da!!!


Wenn man schon im Süden ist und der Gardasee nur ums Eck ist, dann muss man schon mal hin!

Cool Down am Lago, von Affi nach Torbole noch mit dem Bike!




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